Und wenn, wie soll man sie finden unter den Milliarden von anderen?
Der Himmel ist weiß-grau und es ist schon wieder kalt geworden. Alle sind irgendwie krank. Ich auch.
Gerade noch war der Frühling da. Das Wetter hob die Stimmung. Meine Freundin kam endlich mal zu Besuch, das erste Mal in meiner eigenen Wohnung. Mit meiner Schwester waren wir am Holocaustmahnmal und sinnlos shoppen. (Wobei ich letzteres ja doch viel zu ermüdend finde.) Sonntag brunchen.
East Side Gallery, Fotoautomaten, das Übliche eben...
Neulich hat sich Y. wieder gemeldet, auf einmal. Wir sind auf ein Konzert gegangen, drei Punkbands, genau wie früher. Wirklich fast wie früher, aber ich bin anders, ich bin mehr, habe ich das Gefühl. Ich suche weniger nach Bestätigung und ich habe weniger Scheu, die Dinge einfach sein zu lassen.
H. hat noch was für mich übrig, das ist offensichtlich. Irgendwie tut er mir leid. Aber nichts mit Mitleidsanbändeln. Manch einer muss sein Zeug erst mal auf die Reihe kriegen. Was hilft's.
Berlin ist so viel, Berlin ist einsam, Berlin ist zu voll, Berlin ist bunt und trist und grau, kalt und sengend heiß, es gibt mir Musik, neue Gesichter, Lachen und Wehmut, ich kann überall hin und es ist selten, dass man mal verweilt. Alles ist immer mobil, treibt aneinander vorbei. Wenn ich Zeit hab (ja wenn) werde ich mal stehen bleiben und alles vorbeisausen lassen, dazu ist es doch da.
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